In der frostigen Jahreszeit friert der Abfall in der Tonne leicht fest. Meist sind es die Bioabfälle, die aufgrund ihres Feuchtigkeitsgehalts besonders gern einfrieren.

 

Doch auch Restabfalltonnen können zum Eisschrank werden. Bei überfüllten Behältern oder nicht geschlossenem Deckel dringt Feuchtigkeit in die Tonne und führt zum Festfrieren der Abfälle.

 

Kräftig geschüttelt
Bei der Abfuhr geben die Müllwerker gerade in der kalten Jahreszeit ihr Bestes. Sie schütteln mit der Schüttung des Müllfahrzeugs die Tonnen mehrmals kräftig durch, um die Abfälle möglichst vollständig zu lösen. Hierbei müssen sie aufpassen, dass die Abfallbehälter nicht kaputtgehen, da diese durch die Kälte sehr spröde geworden sind. Nicht immer sind die Bemühungen von Erfolg gekrönt und es bleiben eingefrorene Reste zurück.

„Die Müllmänner könnten einen Spaten in die Hand nehmen und den Müll herauskratzen“, lautet dann schnell die Forderung verärgerter Bürger. Doch das können die Männer der Müllabfuhr nicht leisten, denn täglich wollen mehr als 4.000 Tonnen geleert werden. Da helfen die „Winterfesten Praxistipps“ (s.u.) um das Einfrieren von Mülltonnen vorzubeugen.

 

Die Leerung zählt
Trotz aller Vorkehrungen kann es passieren, dass der Müll in der Tonne festfriert. Hier hilft nur noch eines: Kurz vor der Abfuhr selbst zu Spaten oder Ähnlichem greifen und den Inhalt der Tonne auflockern. Nur so lässt sich gewährleisten, dass der Abfallbehälter vollständig geleert werden kann. Egal, ob eingefrorene oder verpresste Abfälle in der Mülltonne: Die Leerung zählt, auch wenn die Tonne nicht vollständig entleert werden konnte. Ein Anspruch auf eine kostenlose Ersatzleerung oder auf eine Erstattung der Leerungsgebühr besteht in diesen Fällen nicht.

 

Verzögerung bei der Abfuhr
Schnee, Glatteis, Dunkelheit, Minusgrade. Müllwerker zu sein, ist in der kalten Jahreszeit kein leichter Job. Die winterlichen Verhältnisse führen auch bei der Müllabfuhr zu Störungen und Zeitverzögerungen. Die schweren Müllfahrzeuge sind auf geräumte Straßen angewiesen. Ist eine Straße unpassierbar, unternehmen die Müllwerker später am Abfuhrtag einen zweiten Anfahrtsversuch. Um das Tagespensum trotz widriger Bedingungen zu bewältigen, kann es zudem notwendig sein, die Abfuhrtour zeitlich umzustellen. Geräumte Straßen werden dann vorgezogen, Nebenstraßen kommen später dran. Daher sollten die Abfuhrbehälter am Abfuhrtag rechtzeitig bis 06:00 Uhr bereitstehen. Die Müllabfuhr kann dann bis abends um 22:00 Uhr unterwegs sein.

 

Winterfeste Praxistipps

  • Bioabfälle bereits in der Küche gut abtropfen lassen, denn nur feuchtes Material gefriert in der Tonne. Vorsicht mit nassem Laub und feuchten Gartenabfällen. Landen diese zu früh vor der Abfuhr in der Biotonne, friert diese schnell ein.
  • Feuchte Abfälle gut einpacken. Beim Bioabfall helfen Zeitungspapier oder Papiertüten vom Bäcker und Metzger. Bioabfalltüten aus Recyclingpapier gibt es in jedem Wertstoffhof im Landkreis oder bei verschiedenen Städten und Gemeinden. 20 Bioabfalltüten kosten 1,00 Euro. Durch das Papier wird überschüssige Feuchtigkeit gebunden.
  • Vom Einpacken der Bioabfälle in biologisch abbaubare Mülltüten muss man die Finger lassen. Die Mülltüten sind laut Abfallwirtschaftssatzung nicht gestattet. Beim Restabfall dagegen können Plastiktüten, in die man feuchte Abfälle einfüllt, nützlich sein.
  • Helfen kann auch ein Papiersack, mit dem man die Tonne auskleidet. Er ist für 0,50 Euro in jedem Wertstoffhof im Landkreis erhältlich. Ist die Tonne dergestalt ausgestattet, rutschen die Abfälle bei der Abfuhr leichter heraus. Für die Biotonne gilt wiederum: Keine Plastiksäcke verwenden!
  • Vorbeugend kann man den Boden des leeren Abfallbehälters auch mit einem Stück Karton oder Zeitungspapier auslegen.
  • Optimal ist es natürlich, wenn man im Winter für die Abfallbehälter einen weitgehend frostgeschützten Platz findet, z. B. in der Garage oder an der Hauswand.
  • Ist der Müll in der Tonne bereits eingefroren, hilft nur noch eines: Kurz vor der Abfuhr die Abfälle mit einem Spaten oder Ähnlichem auflockern.

 

 

Kontakt:
Landratsamt Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim
Abfallwirtschaft
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Telefon: 09161 - 92 460
Telefax: 09161 - 92 8746
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