Die Kreisgruppe des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) bittet um Mithilfe für Vogelfamilien im Garten oder auf dem Balkon.
Lautstark stecken Vogelmännchen bereits ihre Reviere im Garten ab und versuchen Vogeldamen anzulocken. Jetzt ist also die passende Zeit, weiteren Wohnraum durch Nisthilfen zu schaffen, denn die natürlichen Höhlen in alten Bäumen oder die Nischen in Gemäuern sind rar.
Schon gewusst?
Verschiedene Vogelarten haben unterschiedliche Ansprüche. Hausrotschwanz und Rotkehlchen benötigen Halbbrüterkästen. Diese werden auch gerne genutzt von Bachstelzen und Grauschnäppern, die normalerweise Mauerspalten, Dachvorsprünge und Balken zum Nestbau bevorzugen.
Brutkästen mit einem Einflugsloch werden gerne von unseren Gartenvögeln wie Meisen, Sperlingen, Staren (siehe Foto von Rosl Rösner, LBV-Bildarchiv) oder Kleiber genutzt. Dabei ist die Öffnungsgröße des Einfluglochs maßgeblich für jede Vogelart: 32 mm für Blaumeisen, 34 mm für Kohlmeisen und so weiter.
Was jeder tun kann
Nach der Reinigung der Kästen empfiehlt es sich, getrocknete Lavendelblüten in die Nistkästen zu geben. Das hält Parasiten fern. Zur Sicherung der Jungvögel gegen Fressfeinde wie Katzen und Marder helfen Dornenzweige z.B. von Schlehe, Rose oder Berberitze, die man unterhalb der Nistkästen anbringen kann.
Das passende Umfeld für Vogelnachwuchs ist ein naturnaher Garten, der genug Nahrungsangebot und Versteckmöglichkeiten für die jungen Familien bietet. Dazu gehören wilde Ecken, Stauden, Sträucher, Wildstauden, Totholz, Steinhaufen. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass die angebotenen Nistkästen belegt und genutzt werden.
Nistkästen selber bauen
Weitere Informationen rund um Nisthilfen, nützliche Tipps zur Standortwahl und Bauanleitungen für verschiedene Nistkästen finden Sie auf dem Internetauftritt des LBV.
