Vom Markplatz aus Richtung Geiselwind zieht sich bis zum Bad- und Sportgelände die Kirchstraße.

 

Auch sie hat einige Namens-Änderungen hinter sich. So hieß sie erst Hintere Straße und endete bereits beim damaligen Klettentor beim heutigen Anwesen Jordan. Dieses Tor wurde im 16. Jahrhundert erbaut und als Verkehrshindernis 1878 abgebrochen und war seit 1611 die Wohnung des Stadtvogts.

 

Nach 1930 war ihr Name dann Schweinfurter Straße und erst später kennen wir sie als Kirchstraße. Die große Stadtkirche ist prägend für die Straße und ein bedeutendes Bauwerk in unserem Städtchen.

 

Die Vorgängerkirche unseres sehr schönen spätbarocken Gotteshauses "Mariä Himmelfahrt" war noch eine gotische Kirche, die 1452 erbaut wurde. Auf dem Kirchturm hatte der Türmer eine Wachstube. Beim Bau des Katholischen Pfarrzentrums nebenan wurden Gräber gefunden, die vermuten lassen, dass sich um das alte Kirchen-Gebäude ein Friedhof befand und dass hier bereits die älteste Scheinfelder Kapelle oder Kirche stand. Nach der Platzierung der alten Nachbargebäude ist denkbar, dass dieses kleine Kirchlein als Kirchenburg befestigt war. Scheinfeld erhielt ja erst nach der Stadterhebung im Jahr 1415 eine sichere Stadtmauer.

 

Nach Einführung der Reformation 1524 durch Johann den Starken von Schwarzenberg wurde Scheinfeld und das Umland evangelisch. 100 Jahre später wurde mit der Gegenreformation Scheinfeld wieder katholisch.

 

Heute ist die Kirchstraße eine wichtige Verkehrsader stadtauswärts. Schlendern Sie doch mal entlang, Sie werden manches Historische, aber auch manches Neue kennenlernen.

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