Die Kreisgruppe vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) stellt den Vogel des Jahres 2026 vor: Das Rebhuhn – Perdix perdix
Bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2026 gingen 44,5 Prozent der Stimmen, das sind insgesamt 81.855 Stimmen, an das stark gefährdete Rebhuhn. Die Amsel bekam 26,6 Prozent die Waldohreule 12,7 Prozent und die Schleiereule 11,7 Prozent der Wählerstimmen.
Rebhühner stehen für die Gefährdung aller bodenbrütenden Vogelarten durch die intensive Landwirtschaft. Sie brauchen ungenutzte Brachen und die Vielfalt von Blüh- und Grasflächen der extensiven Landwirtschaft, die ein vielfältiges Nahrungsangebot an Insekten für die Jungvögel sowie an Samen für die Altvögel gewährleistet. Seit 1980 ist der Bestand der Rebhühner um 87 Prozent zurückgegangen.
Schon gewusst?
- Rebhühner sind ehemalige Steppenbewohner Mitteleuropas und Asiens.
- Das Rebhuhnweibchen legt bis zu 20 Eier in ein gut verstecktes Bodennest. Nach fünf Wochen sind die Kleinen selbstständig.
- Der Familienverband bleibt meist bis in den Winter erhalten.
- Kleine Steinchen helfen bei der Verdauung der faserreichen Kost der Altvögel.
Was kann jeder tun?
Achtsamkeit bei Spaziergängen in der Natur helfen den bodenbrütenden Vögeln, ihre Brut in Ruhe aufzuziehen. Sollten Rebhühner gehört oder gar gesichtet werden, sollte man zügig ihr Revier verlassen.
Und wie sehen Rebhühner aus?
Das Foto zweier Rebhühner zeigt uns Herbert Nitsche, Fotograf der Kreisgruppe NEA-BW. Typisch für die taubengroßen Vögel ist ihre hervorragende Tarnung. Sie haben ein orangenes Köpfchen. Auf dem Rücken sind sie vorwiegend graubraun marmoriert. Die Brust ist grau und hat einen Bauchfleck, der beim Männchen größer ist als beim Weibchen. Den Revierruf des Männchens hört man von morgens bis abends.
Mehr zum Rebhuhn
Man kann den Ruf des Rebhuhns unter www.deutsche-vogelstimmen.de kennenlernen.
Weitere Informationen findet man im Internet unter dem Schlagwort „Rebhuhn – Steckbrief“ oder beim LBV.
