Wenn man stadtauswärts die äußere Kirchstraße entlang fährt und biegt rechts ab, gelangt man zur Simon-Ring-Straße.

 

Dieser Simon Ring, der Namensgeber, wurde 1874 in Vohenstrauß/Opf. geboren und verstarb 1931 in Scheinfeld. Er verlor sehr früh seine Eltern und kümmerte sich schon in frühester Jugend um seine Geschwister. Sein Grab liegt in exponierter Lage neben der Jodokus-Kapelle am Friedhof. 

 

Er kam im Jahre 1900 nach Scheinfeld als Stadtschreiber. In der Folgezeit wurde Simon Ring sehr beliebt und wurde für unser Städtchen eine prägende Persönlichkeit. Er gründete die Sparkasse, war stark engagiert im Gesangverein Liederkranz und er erfüllte als Kämmerer und Stadtoberinspektor wichtige öffentliche Aufgaben. Er war bekannt, dass er sich persönlich um Hilfestellung bei allerlei Anliegen kümmerte, zum Beispiel bei der Unterstützung in Renten-Angelegenheiten.

 

Später erhielt er vom Deutschen Kaiser das „Verdienstkreuz für Kriegshilfe“ verliehen. Die vielen Nachrufe, die nach seinem Tode in der Zeitung erschienen, spiegeln seine großen Verdienste. Man dankte ihm für die vielen guten Taten in den Kondolenz-Texten, die weit über die normalen Beileids-Floskeln hinausgingen.

 

Die Stadt Scheinfeld ehrte ihn durch die Benennung dieser Straße mit seinem Namen.